Schwingtor durch Sektionaltor ersetzen
Der Wechsel von einem Schwingtor auf ein Sektionaltor ist ein häufiges Modernisierungsprojekt im Kanton Aargau. Ein Sektionaltor fährt in Segmenten unter die Decke und beansprucht keinen Vorplatz. Ob ein Wechsel möglich ist, hängt von den Platzverhältnissen, der bestehenden Öffnung und der baulichen Situation ab.
Wir nehmen Anfragen entgegen und prüfen, ob eine Vermittlung an einen geeigneten selbstständigen Fachbetrieb möglich ist. Die technische Beurteilung, das genaue Ausmass, die Produktauswahl, die Offerte, die Montage und die Inbetriebnahme erfolgen durch den beauftragten Fachbetrieb. Der Vertrag über die Ausführung kommt direkt zwischen der auftraggebenden Person und dem Fachbetrieb zustande.
Bestehende Öffnung prüfen
Die vorhandene Toröffnung ist der Ausgangspunkt für den Wechsel. Folgende Punkte können je nach Situation relevant sein:
Lichte Breite und Höhe
Die Breite und Höhe der Öffnung müssen für das neue Sektionaltor erfasst werden. Das vorhandene Schwingtor hat meist dasselbe Lichtmass – dies ist nach Prüfung durch den Fachbetrieb bestätigbar.
Zustand der Laibung
Die seitlichen Wände der Öffnung sollten für die Befestigung der Führungsschienen geeignet sein. Nach der Demontage des Schwingtors kann eine Prüfung erfolgen.
Platzverhältnisse und Einbauraum
Beim Wechsel von einem Schwingtor auf ein Sektionaltor sind andere Platzverhältnisse nötig. Folgende Bereiche sind nach fachlicher Prüfung zu bewerten:
Sturzhöhe (Kopfraum)
Der Platz oberhalb der Öffnung. Sektionaltore benötigen je nach Ausführung eine bestimmte Sturzhöhe. Diese kann je nach System variieren.
Seitenraum
Seitlich der Öffnung wird Platz für die Führungsschienen benötigt. Der genaue Bedarf hängt vom gewählten System ab.
Raumtiefe und Deckenhöhe
Die Tiefe der Garage und die Deckenhöhe bestimmen, wie das Tor unter der Decke aufgenommen wird. Ausreichende Tiefe kann für einen waagerechten Lauf nötig sein.
Führungsschienen und Befestigung
Decken- oder Wandmontage
Die Führungsschienen eines Sektionaltors werden an der Decke oder an der Wand montiert. Die Tragfähigkeit kann der Fachbetrieb vor Ort prüfen.
Nischeneinbau
Bei einem Nischeneinbau liegen die Schienen innerhalb der Öffnung. Das kann eine Option sein, wenn der seitliche Platz begrenzt ist.
Decke und Boden
Deckenbeschaffenheit
Die Decke muss ausreichend stabil sein. Eine Unterkonstruktion kann bei Bedarf ergänzt werden. Der Fachbetrieb kann dies vor Ort beurteilen.
Boden und Schwelle
Eine ebene Bodenfläche in der Öffnung ist für die untere Abdichtung wichtig. Bei Unebenheiten kann nach Prüfung ein Ausgleich erfolgen.
Zugang und Zufahrt
Die Zugänglichkeit zur Garage kann die Arbeiten beeinflussen:
Vorplatz
Da das Schwingtor nicht mehr auschwingt, wird der Vorplatz frei. Das kann ein Vorteil sein, wenn der Platz vor der Garage bislang eingeschränkt war.
Zufahrt während der Arbeiten
Während des Austauschs kann die Garage je nach Umfang der Arbeiten vorübergehend nicht nutzbar sein. Die Planung kann mit dem Fachbetrieb abgestimmt werden.
Automatisierung
Ein neues Sektionaltor kann in der Regel mit einem elektrischen Antrieb kombiniert werden:
Neuer Antrieb
Beim Wechsel wird meist ein neuer Antrieb empfohlen. Moderne Antriebe verfügen über Kraftabschaltung, Lichtschranken und Funksteuerung.
Bestehenden Antrieb prüfen
Ob ein vorhandener Antrieb weiterverwendet werden kann, ist nach fachlicher Prüfung zu klären. Die Kompatibilität mit dem neuen System ist nicht selbstverständlich.
Demontage und Entsorgung
Schwingtor demontieren
Das bestehende Schwingtor, die Federn, Seile und Beschläge müssen fachgerecht demontiert werden. Die Federn stehen unter Spannung – dies darf nur durch eine geeignete Fachperson erfolgen.
Entsorgung und Vorbereitung
Das alte Tor und die Bauteile werden sachgerecht entsorgt. Die Öffnung wird für das neue System vorbereitet, was auch kleinere Mauerarbeiten umfassen kann.
Mögliche Mauer- und Putzarbeiten
Beim Wechsel des Tores können kleinere Anpassungen am Mauerwerk oder Putz nötig sein:
- Bohrlöcher und Dübel des alten Tores müssen verschlossen werden.
- Putz kann bei der Demontage in Mitleidenschaft gezogen werden.
- Neue Befestigungspunkte können erforderlich sein.
- In manchen Fällen kann ein Elektroanschluss neu verlegt werden müssen.
Der Umfang der Nebenarbeiten kann nach fachlicher Prüfung vor Ort abgeschätzt werden.
Grenzen und Voraussetzungen
Ob ein Wechsel von Schwingtor auf Sektionaltor möglich ist, kann erst nach einer Prüfung vor Ort abschliessend beurteilt werden. Folgende Punkte können den Wechsel erschweren oder ausschliessen:
- Zu geringer Sturz- oder Seitenraum für die Führungsschienen
- Nicht ausreichende Deckenhöhe für die Aufnahme des Tores
- Die Decke ist nicht tragfähig genug für die Befestigung
- Die Öffnung ist ungewöhnlich breit oder hoch
- Denkmalschutzauflagen oder baurechtliche Einschränkungen
- Das Gebäude erfordert zusätzliche statische Prüfungen
Je nach Tor, Öffnung und baulicher Situation kann ein Wechsel möglich sein oder nicht. Eine verbindliche Offerte ist erst nach Prüfung möglich.
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Kurzanfrage
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